Thema:AIDS

berschrift:Zahnarzt verweigert Behandlung eines AIDS-Kranken

Initialtext:Zahnarzt Dr. Wurzel verweigert unter Hinweis auf eventuelle Gefahren die Behandlung von A.K.

Locations:A-10, A-12, A-13, A-14, A-16, A-31, A-40, A-41, A-43

Basistext:HIV-Infizierte oder gar an der Immunschwche AIDS erkrankte Menschen stoen nach Beobachtung der Deutschen AIDS-Hilfe vielfach noch auf Ablehnung, auch wenn sie sich rztlich behandeln lassen wollen. Wie erst gestern bekannt wurde, hat sich der einzige am Ort ansssige Zahnarzt Dr. Wurzel unlngst geweigert, den Patienten A.K. zu behandeln. Er verwies dabei auf die Gefhrdung seines Personals und seiner Patienten. Zu einem Interview mit unserer Zeitung war Dr. Wurzel nicht bereit.



--- A10 ---  (Rathaus, Brgermeister Whlmich)

Anzahl:1

Wertung1:1
Frage1:Was sagen Sie zum Verhalten des Zahnarztes gegenber dem AIDS-Kranken?
Frageb1:
Antwort1:Davon hre ich zum ersten Mal. Deshalb lehne ich eine Stellungnahme zum jetzigen Zeitpunkt ab.


--- A12 ---  (Sozialamt, Sozialamts-Leiterin Dr. Nelle-Altmann)

Anzahl:3

Wertung1:8
Frage1:Wie beurteilen Sie das Verhalten von Zahnarzt Dr. Wurzel?
Frageb1:
Antwort1:Unverantwortlich. Jeder Patient hat ein Recht auf rztliche Hilfe. Der Patient A.K. ist praktisch dafr bestraft worden, da er im Fragebogen die Fragen nach Vorerkrankungen wahrheitsgem beantwortet hat. Zahnarzt Dr. Wurzel mte wissen, da er ausreichende Vorkehrungen treffen kann und mu, um sich, seine Mitarbeiter und andere Patienten vor Ansteckung zu schtzen.

Wertung2:8
Frage2:Welche Konsequenzen hat der Fall fr Ihre Arbeit?
Frageb2:welche Konsequenzen der Fall fr ihre Arbeit habe.
Antwort2:In Zusammenarbeit mit dem rtlichen Gesundheitsamt mssen wir unsere Aufklrung ber AIDS weiter verstrken. Hysterie ist vllig unangebracht, denn jeder und jede kann sich gegen AIDS schtzen. Wir drfen HIV-Infizierte und AIDS-Kranke nicht ausgrenzen.

Wertung3:8
Frage3:Wie kann man sich wirkungsvoll vor AIDS schtzen?
Frageb3:wie man sich wirkungsvoll vor AIDS schtzen knne.
Antwort3:Die Ansteckung mit dem HIV-Virus kann ber Blut, Sperma und Scheidenflssigkeit erfolgen. Der hufigste bertragungsweg ist der Geschlechtsverkehr. Vor allem jungen Leuten rate ich deshalb: Sex nur mit Kondomen. Die schtzen nicht nur vor AIDS. Vom Hndeschtteln hat aber noch niemand AIDS gekriegt.


--- A13 ---  (Polizeistation, Polizeimeister Herbert Helfermann)

Anzahl:1

Wertung1:1
Frage1:Was sagen Sie zum Verhalten des Zahnarztes Dr. Wurzel?
Frageb1:
Antwort1:Das ist nicht unser Problem. Wir haben genug andere Sorgen. Im brigen hab' ich Zahnschmerzen; ich habe gleich einen Termin bei Dr. Wurzel.


--- A14 ---  (Krankenhaus, Oberrztin Dr. Angela Watte)

Anzahl:2

Wertung1:9
Frage1:Wie beurteilen Sie das Verhalten des Zahnarztes Dr. Wurzel?
Frageb1:
Antwort1:Aus medizinischer Sicht vllig unverstndlich. Der Kollege Wurzel htte den Patienten natrlich behandeln mssen. Die Risiken sind bekannt, die notwendigen Schutzvorkehrungen auch. Man mu nur die grundlegenden und selbstverstndlichen Hygienevorschriften beachten und die Instrumente vor der Benutzung fr einen neuen Patienten grndlich reinigen und sterilisieren. Dann besteht eigentlich kein Risiko.

Wertung2:8
Frage2:Haben Sie keine Angst, AIDS-Kranke zu behandeln?
Frageb2:
Antwort2:Nein. Ich bin ber die Krankheit und die mglichen Ansteckungswege informiert. Man kann sich vor AIDS schtzen, indem man eigentlich sehr einfache Vorsorgeregelungen trifft. Kein Mensch mu Angst haben, im alltglichen Umgang mit einem AIDS-kranken oder HIV-infizierten Menschen angesteckt zu werden.


--- A16 ---   (Gericht, Richterin Dr. Ingeborg Frese)

Anzahl:1

Wertung1:8
Frage1:Ermitteln Sie im Fall Dr. Wurzel?
Frageb1:ob sie im Fall Dr. Wurzel ermittele.
Antwort1:Bisher liegen weder ein Strafantrag noch eine Zivilklage des Patienten vor. Und in unserem Rechtsstaat gilt das Prinzip: Wo kein Klger, da kein Richter. Ermittlungen sind im brigen Sache der Staatsanwaltschaft, die darber entscheidet, ob sie Dr. Wurzel strafrechtlich verfolgt.


--- A31 ---   (Gymnasium, Lehrerin Claudia Tafel)

Anzahl:1

Wertung1:1
Frage1:Was sagen Sie zu dem AIDS-Patienten?
Frageb1:
Antwort1:Wissen Sie, wir haben genug Probleme, die unsere Schler betreffen. Mit einer AIDS-Erkrankung hatten wir zum Glck bis jetzt noch nicht zu tun. Ich tue im Biologie-Unterricht alles, um die Kinder rechtzeitig zu informieren. Aber jetzt mu ich zurck in die Klasse.


--- A40 ---   (Studentenkneipe, Studentin Sandra Semester)

Anzahl:2

Wertung1:8
Frage1:Gibt es in Deinem Bekanntenkreis AIDS-Kranke?
Frageb1:
Antwort1:Ja, ich habe einen Kommilitonen, der infiziert, aber noch nicht erkrankt ist. Der hat das vor einigen Jahren bei einer Bluttransfusion bekommen, als man noch nicht durch einen Test feststellen konnte, ob das Spenderblut HI-Viren enthlt. Ich finde es schlimm, da die Betroffenen oft fast wie Ausstzige behandelt werden.

Wertung2:8
Frage2:Hast Du keine Angst vor AIDS?
Frageb2:ob sie keine Angst vor AIDS habe.
Antwort2:Ich wei, da AIDS nur auf wenigen Wegen bertragen werden kann. Man kann sich gut dagegen schtzen. Und das tue ich auch. Wenn ich einen neuen Typen kennenlerne, luft bei mir ohne Kondom gar nichts.


--- A41 ---   (Arbeitslosentreffpunkt, Arbeitslose Frau Else Bartmann)

Anzahl:1

Wertung1:1
Frage1:Wie beurteilen Sie das Verhalten von Zahnarzt Dr. Wurzel?
Frageb1:
Antwort1:Wir haben hier genug andere Sorgen. Ich kann mich nicht um alles kmmern.


--- A43 --- (Obdachlosenasyl, Obdachloser Jugendlicher Theo Traurig)

Anzahl:1

Wertung1:1
Frage1:Was sagt Du zu Zahnarzt Dr. Wurzel?
Frageb1:
Antwort1:Mann, ich geh schon auf dem Zahnfleisch. La mich in Ruhe!

