Thema:Programmvielfalt/Jugendmedienschutz

berschrift:Jetzt 30 Programme im Kabelnetz

Initialtext:Die Programmvielfalt im hiesigen Kabelnetz wird sich ab sofort auf 30 Programme erhhen.

Locations:A-10, A-31, A-32, A-40, A-41, A-42, A-43

Basistext:"Wer blickt da noch durch?" Das Angebot an Fernsehsendern vergrert sich immer mehr. Ab sofort wird sich die Programmvielfalt im hiesigen Kabelnetz auf 30 Programme erhhen.



--- A10 ---  (Rathaus, Brgermeister Whlmich)

Anzahl:4

Wertung1:5
Frage1:Wer ist fr die Programmerhhung auf 30 Programme verantwortlich?
Frageb1:wer fr die Programmerhhung auf 30 Programme verantwortlich sei.
Antwort1:Die Stadt hat die Verkabelung gemeinsam mit der Telekom beschlossen. Letztendlich hat aber jeder Haushalt selbst zu entscheiden, ob er sein Fernsehgert an das Kabelnetz anschlieen lassen will.

Wertung2:5
Frage2:Warum haben Sie die Programmausweitung befrwortet?
Frageb2:
Antwort2:Ich finde, die Medien - ob Zeitungen oder Fernsehen - erfllen eine wichtige demokratische Aufgabe. Sie knnen nicht zuletzt dazu beitragen, Politik besser durchschaubar zu machen. Die neuen Techniken und die zustzlichen Programmangebote erweitern die Meinungsfreiheit und strken die vom Grundgesetz verbrgte Informations- und Meinungsfreiheit. Denn: Mehr Information des einzelnen ermglicht auch mehr Mitwirkung.

Wertung3:5
Frage3:Welche Rolle nehmen ARD und ZDF in der Medienlandschaft ein?
Frageb3:
Antwort3:ARD und ZDF sind die ffentlich-rechtlichen Sender. Sie haben die Aufgabe, eine Grundversorgung an Informations-, Kultur- und Bildungsprogrammen zu leisten.

Wertung4:6
Frage4:Ist der Jugendmedienschutz bei ffentlichen und privaten Sendern gewhrleistet?
Frageb4:ob der Jugendmedienschutz bei ffentlichen und privaten Sendern gewhrleistet sei.
Antwort4:Dem Jugendmedienschutz wird ein hoher Stellenwert beigemessen. ARD und ZDF verweisen in diesem Zusammenhang auf ihre Senderichtlinien. Die privaten Sender haben eine "Konvention der Verantwortung" zum Umgang mit der Darstellung von Gewalt und Sex erarbeitet. Angestrebt wird eine freiwillige Selbstkontrolle unter Einbeziehung der ffentlich-rechtlichen Sender. Allerdings wird die Wirksamkeit dieser Selbstkontrolle von Vertretern der Kinder- und Jugendschutzverbnde bezweifelt.


--- A31 ---  (Gymnasium, Lehrerin Claudia Tafel)

Anzahl:3

Wertung1:5
Frage1:Was halten Sie von der Erweiterung des Programmangebotes?
Frageb1:
Antwort1:Ich halte die groe Programmvielfalt fr durchaus bedenklich. Sie verleitet zum unkontrollierten Hin- und Herschalten, dem sogenannten Channel-Zapping. Fr viele wird so das Fernsehen zu einer Beschftigung, die einen sehr groen Teil der Freizeit einnimmt. Es darf nicht dazu kommen, da Jugendliche sich von den Medien beherrschen lassen - umgekehrt: Sie mssen den Umgang mit den Medien beherrschen.

Wertung2:6
Frage2:Wer ist fr die Jugendschutz- Gesetzgebung verantwortlich?
Frageb2:wer fr die Jugendschutz -Gesetzgebung verantwortlich sei.
Antwort2:Fr die Jugendschutz- Gesetzgebung ist die Bundesregierung zustndig. Deshalb steht es den Lndern nicht zu, den Sendeanstalten die Ausstrahlung indizierter, d.h. fr jugendgefhrdend erklrter Filme zu gestatten.

Wertung3:7
Frage3:Welche Rolle spielen die Eltern bei der Mediennutzung?
Frageb3:
Antwort3:An den Eltern  liegt es z.B., mit den Kindern die Sendungen auszusuchen und zu besprechen. Sie mssen dafr sorgen, da das Wirklichkeitsbild der Kinder nicht einseitig verzerrt wird. Mit Verboten und Strafen allein ist es im Jugendschutz jedenfalls nicht getan.


--- A32 ---  (Grund- und Hauptschule, Schlerin Cathrin Clever)

Anzahl:2

Wertung1:4
Frage1:Findest Du es gut, da es jetzt noch mehr Programme gibt?
Frageb1:
Antwort1:Klar. Ich kann mir jetzt tolle Jugendsendungen ansehen; auch Zeichentrickfilme und solche Sachen. Aber lieber bin ich eigentlich in meiner Jugendgruppe, wo man selbst was unternehmen kann.

Wertung2:4
Frage2:Darfst Du Dir alles ansehen?
Frageb2:
Antwort2:Nee, ich wrde gern auch im Abendprogramm mal was sehen. Aber das darf ich nur am Wochenende.

--- A40 ---   (Studentenkneipe, Studentin Sandra Semester)

Anzahl:2

Wertung1:3
Frage1:Befrwortest Du die Verkabelung?
Frageb1:
Antwort1:Ich glaube, da die Leute in der ersten Zeit nach der Verkabelung mehr fernsehen werden, einfach weil die ganze Sache neu ist. Aber das wird sich nach einer Weile normalisieren.

Wertung2:3
Frage2:Warum wird sich die Fernsehdauer normalisieren?
Frageb2:
Antwort2:Die Fernsehdauer wird sich normalisieren, weil bei jedem irgendwann ein "Sttigungszustand" auftritt. Man ist dann einfach nicht mehr in der Lage, noch mehr Informationen aufzunehmen. Gefhrlich kann das groe Angebot bei denen werden, die blo zur Unterhaltung fernsehen und wahllos von einer Show zur anderen schalten. Bei Kindern sind in so einem Fall die Eltern gefordert. Das wahllose Fernsehen fhrt zur Kontaktarmut. Man konsumiert nur noch. Die zwischenmenschliche Ebene kommt zu kurz.


--- A41 ---   (Arbeitslosentreffpunkt, Arbeitslose Frau Else Bartmann)

Anzahl:2

Wertung1:2
Frage1:Was sagen Sie zu den neuen  Programmen, die Sie jetzt ber Kabel empfangen knnen?
Frageb1:
Antwort1:Ach, das ist schon eine feine Sache. Es bringt Abwechslung und Ablenkung.

Wertung2:2
Frage2:Werden Sie jetzt mehr fernsehen als vorher?
Frageb2:
Antwort2:Ich glaube, da man das nicht so pauschal sagen kann. Man mu erst mal abwarten, was die neuen Programme bieten.


--- A42 ---   (Stadtpark, Rentner Peter Banke)

Anzahl:1

Wertung1:3
Frage1:Begren Sie die neue Programmvielfalt?
Frageb1:
Antwort1:Ich werde meinen Haushalt nicht verkabeln lassen. Das alte Angebot reicht mir vllig aus. Auerdem halte ich diese "Medien- berschwemmung" vor allem fr Kinder und Jugendliche fr sehr gefhrlich.


--- A43 ---  (Obdachlosenasyl, Obdachloser Jugendlicher Theo Traurig)

Anzahl:1

Wertung1:3
Frage1:Gefallen Dir die neuen Sender?
Frageb1:ob ihm die neuen Sender gefallen wrden.
Antwort1:Viele von denen, die hier sind, sitzen den ganzen Tag vor dem Fernseher, um die Zeit totzuschlagen. Ich selbst versuche, meine Zeit aktiv zu nutzen und sehe wenig fern. Daran werden auch die neuen Programme nichts ndern.

