Thema:Hochschule

berschrift:Abiturientenjahrgang verabschiedet

Initialtext:Der neue Abiturientenjahrgang wird heute verabschiedet.

Locations:A-11, A-17, A-21, A-30, A-31, A-40

Basistext:Mehr als 220.000 junge Leute haben in diesem Jahr in Deutschland ihr Abitur bestanden. Von den 80 Schulabgngern der Jahrgangsstufe 13 am hiesigen Gymnasium erklrte bei der Abschiedsfeier mehr als die Hlfte, auf jeden Fall studieren zu wollen. Demgegenber wies die Schulleiterin, Dr. Klasse, auf den Wert der beruflichen Ausbildung hin, die auch fr Abiturienten gute Chancen erffne. Jahrgangsstufen- Sprecher Peter Pause dankte im Namen der Mitschler den Lehrern, bemngelte jedoch, da die Schule nur ungengend auf Studium und Beruf vorbereite.



--- A11 ---       (Arbeitsamt, Arbeitsamts-Direktor Blmel)

Anzahl:4

Wertung1:6
Frage1:Welche Berufsaussichten haben Abiturienten?
Frageb1:
Antwort1:Trotz allem Gerede von Akademikerschwemme und Akademiker- Arbeitslosigkeit: Die Arbeitsmarktstatistik beweist ganz klar, da eine gute Ausbildung immer noch der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit ist. So gesehen, sind die Berufschancen der Abiturienten heute immer noch gut. Ich pldiere jedoch dafr, die berufliche Ausbildung attraktiver zu machen, auch fr Abiturienten, um eine interessante Berufsperspektive fr die eher praktisch begabten Jugendlichen zu erffnen.

Wertung2:6
Frage2:Empfehlen Sie jedem Abiturienten ein Studium?
Frageb2:
Antwort2:Nein. Grundstzlich empfehlen wir zunchst allen Oberstufenschlern, sich sptestens in Klasse 12 bei der Berufsberatung der Arbeitsmter ausfhrlich ber die vielfltigen Mglichkeiten zu informieren. Dabei versuchen die Berufsberater im Gesprch mit den Abiturienten auch, aufgrund der Interessen und Talente, bestimmte Berufsbilder oder Studiengnge zu empfehlen.

Wertung3:7
Frage3:Gibt es finanzielle Hilfen fr angehende Studenten?
Frageb3:ob es finanzielle Hilfe fr angehende Studenten gebe.
Antwort3:Fr Studenten gibt es als finanzielle Hilfe das Bundesausbildungs- Frderungsgesetz, kurz BAfG. Dafr ist nicht das  Arbeitsamt zustndig, sondern das jeweilige Amt fr Ausbildungsfrderung. Sinn und Zweck des BAfG ist es, da junge Leute nicht deshalb auf ein Studium verzichten mssen, weil die Eltern es nicht finanzieren knnen.

Wertung4:4
Frage4:Wieviel Prozent der Abiturienten nehmen ein Studium auf?
Frageb4:
Antwort4:Ich schtze zwei Drittel. Das restliche Drittel geht in einen Ausbildungsberuf. Aber auch darunter gibt es viele, die nach der Berufsausbildung ein Studium anfangen. Ich sage nochmal:  Angesichts der berfllten Hochschulen ist der direkte Weg in die berufliche Ausbildung nicht nur krzer, sondern fr viele auch attraktiver.


--- A17 ---       (Bank, Bankdirektor Dr. Pfennig)

Anzahl:4

Wertung1:5
Frage1:Bilden Sie in diesem Jahr Abiturienten aus?
Frageb1:
Antwort1:Ja, die Banken bieten Abiturienten einen attraktiven und zukunftssicheren Beruf: Geld regiert die Welt.

Wertung2:5
Frage2:Sind Sie mit den Abiturienten zufrieden?
Frageb2:
Antwort2:Fachlich schon. Was ihnen an Wissen fehlt, vermitteln wir in unserer Ausbildung. Aber es hapert oft an den sozialen Fhigkeiten. Niemand hat ihnen beigebracht, im Team zu arbeiten.

Wertung3:6
Frage3:Warum verlangen Sie Teamarbeit in Ihrer Ausbildung?
Frageb3:warum er Teamarbeit in seiner Ausbildung verlange.
Antwort3:In einer hoch komplexen Welt, in der das Wissen sich rasant vermehrt, ist die Zeit der Einzelkmpfer vorbei. Ein Unternehmen kann mit dem besten Ingenieur nur dann noch etwas anfangen, wenn er mit anderen kreativ zusammenarbeiten kann.

Wertung4:6
Frage4:Bereitet die Schule nicht richtig auf das Berufsleben vor?
Frageb4:
Antwort4:Die Schule bringt heutzutage zu viele Einzelkmpfer mit einer Flle von Spezialwissen hervor. Mit Spezialwissen alleine kann man aber auf Dauer nicht viel anfangen. Komplexe Probleme knnen heute nur gemeinsam und fcherbergreifend gelst werden. Dieser Teamgeist mu strker gefrdert werden; statt dessen herrscht in der Schule noch das Konkurrenzdenken vor.


--- A21 ---     (Bckerei, Bckermeister Mehlwurm)

Anzahl:1

Wertung1:2
Frage1:Stellen Sie Abiturienten ein?
Frageb1:
Antwort1:Nein, mir ist ein ordentlicher Hauptschler lieber. Aber meine Kinder, die sollen's mal besser haben als ich, die machen alle Abitur.


--- A30 ---     (Universitt, Universitts-Rektor Prof. Klugschreiber)

Anzahl:4

Wertung1:10
Frage1:Wie viele Studienanfnger erwarten Sie dieses Jahr?
Frageb1:
Antwort1:Auf jeden Fall zu viele. Unsere Universitt platzt aus allen Nhten. Solange die Bedingungen so sind, ist es schwierig, die Studienzeiten zu verkrzen, was wir alle wollen. Ich pldiere deshalb fr einen Ausbau der Fachhochschulen und fr eine Aufteilung des Universittsstudiums in zwei Blcke: in ein berufsqualifizierendes Studium und in eine darauf aufbauende Ausbildung fr die Studenten, die tatschlich in Wissenschaft und Forschung arbeiten wollen.

Wertung2:10
Frage2:Sollte der Hochschulzugang erschwert werden?
Frageb2:
Antwort2:Das ist keine Lsung des Problems in einem demokratischen Staat. Ich halte es fr einen Gewinn, da heute etwa ein Drittel aller Schler die Hochschulreife erreicht, vor allem auch Kinder aus Arbeiterfamilien, fr die dieser soziale Aufstieg vor 20, 30 Jahren noch undenkbar war. Diese Entwicklung darf nicht zurckgedreht werden. Wir brauchen aber vor allem krzere Ausbildungszeiten, damit die Studierenden mit etwa 25 Jahren wirklich ins Berufsleben eintreten knnen.

Wertung3:8
Frage3:Brauchen wir so viele Akademiker?
Frageb3:ob wir so viele Akademiker brauchen.
Antwort3:Deutschland ist ein rohstoffarmes Land. Unsere wichtigsten Ressourcen sind die Kpfe, die Kreativitt der Menschen. Deshalb brauchen wir gut qualifizierte Arbeitnehmer, nicht nur Akademiker, sondern auch Facharbeiter. Investitionen in Bildung sind Investitionen in unsere Zukunft.

Wertung4:5
Frage4:Wie beurteilen Sie die Leistungen der Studienanfnger?
Frageb4:
Antwort4:Es hat immer sehr gute und weniger begabte Studenten gegeben. Ich glaube nicht, da die Studenten in den letzten 30 Jahren dmmer oder fauler geworden sind. Richtig ist, da es noch nie einen so groen Anteil an Abiturienten gegeben hat wie heute - und deshalb auch noch nie so viele schlechtere.


--- A31 ---     (Gymnasium, Lehrerin Claudia Tafel)

Anzahl:2

Wertung1:8
Frage1:Halten Sie eine krzere Schulzeit fr sinnvoll?
Frageb1:
Antwort1:Dazu mten die Lehrplne vollstndig umgestellt werden. In Frankreich zum Beispiel gibt es Ganztagsschulen, da lt sich die Stofflle natrlich in krzerer Zeit bewltigen. Ohne solche grundlegenden nderungen sehe ich groe Probleme fr Lehrer und Schler, die Schulzeit einfach um ein Jahr zu verkrzen. Ich persnlich habe viel Sympathie fr diesen Vorschlag.

Wertung2:6
Frage2:Warum wollen so viele Abiturienten studieren?
Frageb2:warum so viele Abiturienten studieren wollen.
Antwort2:Im sozialen Ansehen und im Einkommen stehen Akademiker immer noch am besten da. Da ist es nur zu verstndlich, da die meisten an ein Studium denken. Das liee sich nur ndern, wenn die berufliche Ausbildung hnlich attraktiv wre.


--- A40 ---      (Studentenkneipe, Studentin Sandra Semester)

Anzahl:4

Wertung1:5
Frage1:Wie sind die Studienbedingungen hier an der Uni?
Frageb1:
Antwort1:Ein einziger Massenbetrieb. Ich bin froh, wenn ich im Hrsaal noch einen Sitzplatz kriege. Da man dabei nicht optimal studieren kann, ist wohl klar.

Wertung2:5
Frage2:Beendest Du Dein Studium innerhalb der Regelstudienzeit?
Frageb2:
Antwort2:Das wrde ich gern. Aber ich mu nebenbei jobben, weil ich kein BAfG bekomme. Ich glaube, da ich ein oder zwei Semester mehr brauche.

Wertung3:3
Frage3:Was studierst Du?
Frageb3:was sie studieren wrde.
Antwort3:Eigentlich wollte ich Medizin studieren. Aber durch den Numerus Clausus bin ich da nicht reingekommen. Jetzt habe ich mich fr Publizistik entschieden.

Wertung4:4
Frage4:Welches Berufsziel hast Du?
Frageb4:
Antwort4:Das wei ich noch nicht genau. Ich mache in den Semesterferien aber regelmig ein Praktikum in Unternehmen und Behrden, um mich zu orientieren.

