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     Morningstar - Descent to Deadrock

   
verfasst am:    28. Februar 2015
verfasst von:    avsn-Nikki

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Grafik 80%
Sound 83%
Atmosphäre 83%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 80%
Relation: Preis/Spieldauer

80%

Gesamtwertung
81%
 
Bruchlandung im All
Der Titel dieses Point-and-Click-Adventures ist vielleicht einigen von euch bereits bekannt. Entwickler Red Herring Labs brachte eine kostenlose Version des Spiels bereits im Jahr 2009 unter dem Titel "Morningstar" auf den Markt. Nun wurde das komplette Spiel ĂŒberarbeitet und bekam zusĂ€tzlich den Untertitel "Descent to Deadrock".

Der Spieler ĂŒbernimmt darin die Rolle von Powell, einem Raumfahrer, der mit einem Handelsschiff unterwegs ist. Powell ist Teil einer dreiköpfigen Crew. Über einem scheinbar unbewohnten WĂŒstenplaneten gerĂ€t das Raumschiff aus unerklĂ€rlichen GrĂŒnden ins Trudeln und stĂŒrzt ab. Powell ist der einzige, der nahezu unverletzt ist. Johanson ist tot, und der KapitĂ€n ist durch ein Eisenrohr an seinen Stuhl im Cockpit gefesselt, da sich dieses durch seinen Körper und den Sitz gebohrt hat. Doch KapitĂ€n Nowak ist noch in der Lage zu kommunizieren. Powell muss nun zuerst dafĂŒr sorgen, Nowak zu helfen, damit dieser ĂŒberlebt, und diverse Löcher am Schiff stopfen, um die LuftverhĂ€ltnisse im Schiff nicht zu verschlechtern. Erst dann kann er sich auf die Suche nach Ersatzteilen machen, die es vielleicht ermöglichen, das Schiff wieder in Gang zu bekommen.

Gameplay
Die Point-and-Click-Steuerung ist recht einfach gehalten und wurde optisch auf das Thema Science-Fiction angepasst. FĂ€hrt man mit der Maus ĂŒber das Bild, werden wichtige Dinge mit einem dĂŒnnen blauen Rahmen, wie bei einem Scanner, versehen. Dort wird zusĂ€tzlich die Bezeichnung des Objekts vermerkt. Auf diese Weise erkennt man sofort, welche Dinge wichtig sind und kann sie nĂ€her untersuchen. Dies geschieht per Mausklick. Beinhaltet das Objekt einen nĂŒtzlichen Gegenstand, wird dieser ins Inventar aufgenommen, welches als permanente Leiste am rechten Bildschirmrand vorhanden ist. Mit dem Mausrad kann man dort rauf- und runterscrollen, denn irgendwann reicht eine Bildschirmhöhe nicht mehr aus, um alle InventargegenstĂ€nde anzuzeigen. Jeder gesammelte Gegenstand wird vor der Ablage jedoch erst einmal im Großformat gezeigt und mit einer ausfĂŒhrlichen ErklĂ€rung versehen. Manche GegenstĂ€nde können und mĂŒssen miteinander kombiniert werden. Außerdem kann man sie alle nach Ablage noch einmal nĂ€her betrachten, indem man auf die kleine Lupe klickt, die bei jedem Objekt unten links abgebildet ist.

Wir betrachten alles aus der 1st-Person-Perspektive, bewegen uns jedoch nicht innerhalb einer Location. Dies ist auch nicht notwendig, denn man ĂŒberschaut das komplette Bild und kann per Mausklick direkt zum nĂ€chsten Ort wechseln. Die AusgĂ€nge werden auf die gleiche Weise, wie wichtige Objekte markiert. Lange Laufwege sind daher auch nicht vorhanden. Über eine Karte kann man zusĂ€tzlich schnell und direkt von einem Schauplatz zum anderen gelangen.

GegenĂŒber der ursprĂŒnglichen kostenlosen Version des Abenteuers wurden in dieser neuen Fassung das Interface und das RĂ€tseldesign komplett ĂŒberarbeitet. Diese RĂ€tsel sind zum grĂ¶ĂŸten Teil InventarrĂ€tsel. Bastele z. B. einen kleinen Sprengsatz, um einen Fels zu sprengen. Kombiniere einzelne defekte Teile miteinander, um ein funktionierendes Werkzeug zu erhalten, etc. Aber auch richtige RĂ€tsel sind vorhanden. So muss man z. B. in einem Alien-Computer Zeichen in deren Sprache eingeben, um ihn zu steuern. Keines der RĂ€tsel ist jedoch wirklich schwer. Es ist eher von Bedeutung, ein wenig technisches VerstĂ€ndnis aufzubringen. Wer dennoch nicht weiterweiß, der kann sich Hilfe ĂŒber Funk holen, denn Nowak steht Powell immer mit Rat zur Seite, wenn man auf den Button "Radio" klickt.

Grafik und Sound
WĂ€hrend die kostenlose Version im Jahre 2009 mit einer kargen Grafik ausgestattet war, prĂ€sentiert sich die neue Fassung mit hochauflösender Grafik. Außerdem sind neue SchauplĂ€tze hinzugekommen. Da es neben ein paar verstorbenen Raumfahrern, nur Powell und Nowak auf dem Planeten gibt und diese beiden ihre RaumanzĂŒge stets anbehalten, kann man die Grafik der Charaktere beiseitelassen. Die SchauplĂ€tze hingegen sind sehr schön gelungen. Im Innern der Raumschiffe ist grundsĂ€tzlich alles klar strukturiert, doch durch die Havarie sind einige FrachtgĂŒter und Werkzeuge durcheinander geraten. Die Bruchlandung wurde innen und außen gut dargestellt. Die OberflĂ€che des Planeten besteht fast nur aus Sand und Felsen. Aber auch tiefe Schluchten und merkwĂŒrdige Steinköpfe sind vorhanden. Die Unbewohnbarkeit des Planeten springt einem förmlich ins Auge.

Nowak und Powell können sich nur ĂŒber Funk und durch ihre RaumanzĂŒge unterhalten. Den Sound dieser technischen GerĂ€te hat man bei den Sprachaufnahmen sehr schön eingefangen. Trotzdem sind Emotionen wie Schmerz und Angst immer noch deutlich zu erkennen. Leider gibt es das Spiel bisher nur mit englischer Sprachausgabe und englischem Untertitel. Zudem benötigt man recht gute englische Sprachkenntnisse, um alles verstehen zu können. Die Hintergrundmusik passt sich dem Science-Fiction Thema an und auch die Soundeffekte sind gelungen. Leider ist das MenĂŒ ziemlich minimalistisch. Hier kann man nĂ€mlich lediglich einstellen, ob man Musik, Soundeffekte oder Sprache einschalten will oder nicht. Die jeweilige LautstĂ€rke der einzelnen Komponenten ist nicht verstellbar.

Fazit
Wer "Morningstar" bereits als kostenlose Version kennt, wird vielleicht davor zurĂŒckschrecken fĂŒr die neue Fassung 9,99 Euro auszugeben. Doch es lohnt sich wirklich, denn die pixelige Grafik von vor 6 Jahren ist vollstĂ€ndig verschwunden. Wunderschöne hochauflösende SchauplĂ€tze und sogar neue Orte hat man integriert. Außerdem gibt es ein neues RĂ€tseldesign und vielleicht finanziert man mit dem Geld ja eine Fortsetzung!? Als kleines Manko kann man sehen, dass die Spielzeit lediglich 2 bis 3 Stunden betrĂ€gt und die RĂ€tsel recht einfach sind. Die Story ist jedoch spannend erzĂ€hlt und wird von einer atmosphĂ€rischen Hintergrundmusik sowie passenden Soundeffekten unterstĂŒtzt. Schön wĂ€re es, wenn dieses Spiel dem deutschen Markt zugĂ€nglich gemacht wĂŒrde, indem man zumindest einen deutschen Untertitel einfĂŒgt. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, in die Rolle von Powell zu schlĂŒpfen, der trotz der ernsten Lage seinen Humor nicht verloren hat.
  
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